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Was ist unter einer Private Equity Gesellschaft zu verstehen?

Heiko vom 21.09.2008 um 16:48
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21.09.2008

1. Grundbegriff


Definition
Bei dem Begriff: "Private Equity Gesellschaft" handelt es sich um Geldgeber von Eigenkapital. Sie investieren in ein Unternehmen bzw. Projekt, bleiben 3-5 Jahre investiert und verkaufen dann wieder. Im Idealfall findet eine Wertsteigerung des gekauften Unternehmens statt, um es dann für mehr Geld wieder zu verkaufen.

Der Unterschied zu einer Bank: Eine Bank ist ein sog. Fremdkapitalgeber. Eine Bank verlangt Zinsen, dafür, dass es Geld einem Unternehmen leiht. Außerdem wird eine Bank bei einer bevorstehenden Pleite immer als Erstes bei noch ausstehenden Zahlungen berücksichtigt. Ein Private Equity Haus als Letztes. Dafür kann aber auch das Private Equity Haus mehr Geld verlangen bei gut laufenden Geschäften.

Private Equity Gesellschaft vs. Venture Capital:

Im Prinzip sind beide sehr ähnlich. Beide geben Geld einer Firma. Jedoch widmet sich ein Venture Capital hauptsächlich jungen Unternehmen, die noch kein Geld verdienen, vielleicht aber für die Zukunft viel Potenzial birgt (Bsp. StudiVZ oder auch Facebook)


2. Wer bietet sich denn als möglicher Käufer an?


Mögliche Käufer
Nach 3-5 Jahren ist die Private Equity Gesellschaft gewillt auszusteigen. Als mögliche Käufer bieten sich an:
1. Firmen aus der gleichen Branche (Trade Sale)
2. Ein anderes Private Equity Haus (secondary buy out)
3. Oder man bringt die Firma an die Börse (IPO)

3. Management Buy Out


Management Buy Out
Hierbei handelt es sich um folgende Kostellation:
Mitarbeiter möchten gerne die Firma des Chefs übernehmen, weil dieser beispielsweise keinen Nachfolger hat oder weil er einfach verkaufen möchte. Hierbei unterstützt die Private Equity Gesellschaft mit finanziellen Mitteln, da für gewöhnlich die oder der Mitarbeiter nicht das nötige Kleingeld für den Kauf der Firma aufbringen können; d.h. Mitarbeiter zahlt einen kleinen Anteil, den Rest "wuppt" die Gesellschaft. Nach 3-5 Jahren das gleiche Spiel wie bereits oben genannt.

4. Leveraged Buy Out


Leveraged Buy Out
Was passiert eigentlich, wenn selbst die Gesellschaft für einen Kauf eines Unternehmens nicht genuegend Kleingeld hat? Nun dann leiht es sich eben geld von der Bank. Das Tolle daran:
1. Die Kreditzinsen der Bank können steuerlich angesetzt werden und somit den Gewinn schmälern. Folge: weniger Steuern

2. Mit einem geringen Eigenkapital kann die Gesellschaft im Idealfall nach 3-5 Jahre eine hohe Rendite erwirtschaften.

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