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Perfekt

Die_beste_Lena vom 31.05.2009 um 17:46
Inhaltsverzeichnis
2. Besonderheiten
3. Verwendung und Zusammenfassung
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31.05.2009

1. Perfekt


Perfekt
Das Perfekt ist eine der Vergangenheitsformen, die wir auch vollendete Gegenwart nennen.

Wie bilden wir das Perfekt?
Es ist eine zusammengesetzte Vergangenheitsform, die aus dem Präsens von "sein" oder "haben" und dem Partizip II besteht.
Beginnen wir mit dem ersten Teil.

Wann verwenden wir den Präsens von "sein" und wann den von "haben"? Hierfür gilt die Faustregel, dass Verben der Bewegung der Präsens von "sein" vorangestellt wird (ich BIN gegangen) und alle anderen Verben sich im Präteritum mit dem Präsens von "haben" bilden (ich HABE gegessen).
Wenn ihr euch noch einmal anschauen möchtet, wie ihr das Präsens bildet, könnt ihr das im gleichnamigen Video tun.

Kommen wir nun zum zweiten Teil, dem Partizip II. Bei seiner Bildung unterscheiden wir wieder einmal zwischen schwachen und starken Verben.
Fangen wir mit den schwachen Verben an, also Verben, deren Stamm regelmäßig und ohne Änderung des Stammvokals ist.
Das Partizip II bildet sich durch die Vorsilbe "ge", dem Verbstamm und einem angehängten "t".
Somit ist das Partizip II von lachen zum Beispiel gelacht.

Wie bildet sich das Partizip II bei starken Verben?
Zur Erinnerung: starke Verben habe eine Änderung des Stammvokals im Verbstamm (sehen -> "sah"). Auch diese Verben haben im Partizip II die Vorsilbe ge. Darauf folgt jedoch der unveränderte (!) Verbstamm und das "en". Damit ist das Partizip von sehen zum Beispiel gesehen.

2. Besonderheiten

Auch bei der Bildung des Partizips II gibt es einige Besonderheiten zu beachten.
Zum einen gibt es Verben, die unregelmäßig gebildet werden und bei denen sich der Verbstamm auch im Partizip II ändert. Dies ist zum Beispiel bei gehen -> gegangen oder bei singen -> gesungen der Fall. Unregelmäßge Verben müsst ihr - wie immer - auswendig lernen.

Auch bei Verben, deren Stamm auf "d" oder "t" endet, tritt eine Besonderheit auf. Bei der Bildung des Partizips gilt:
ge + Verbstamm + et.
Nur so können wir solche Verben im Partizip überhaupt aussprechen. Aus warten wird z.B. gewartet.

Außerdem wird das Partizip auch bei Verben auf -ieren besonders gebildet: die Vorsilbe ge fällt bei diesen Verben komplett weg. So wird aus studieren studiert.

In der deutschen Sprache gibt es einige trennbare Verben. Diese bestehen aus zwei Teilen, die sich trennen lassen (zunehmen, abfahren).
Ihr Partizip II bildet sich so:
1. Teil + ge + 2. Teil + en.
Hierbei ist der erste Teil des Verbs die Vorsilbe (zu, ab) und der 2. Teil des Verbs der Verbstamm ("nomm", "fahr")
Deshalb gilt zunehmen -> zugenommen und abfahren -> abgefahren.

3. Verwendung und Zusammenfassung

Nun können wir das Pefekt bilden. Doch wann benutzen wir es?
Im Gegensatz zum Präteritum wird das Perfekt vor allem in der gesprochen Sprache benutzt, also auch in der Umgangssprache.
Allgemein lässt sich sagen, dass es in der deutschen Sprache keinen allzu großen Unterschied zwischen den Vergangenheitsformen Perfekt und Präteritum gibt. Oft lassen sich beide Zeiten benutzen, ohne den Sinn zu verändern. Dies ist anders als zum Beispiel in der englischen Sprache.

Fassen wir nun einmal zusammen, was wir nun über das Perfekt wissen:
- es ist eine Vergangenheitsform
- gebildet wird das Perfekt aus dem Präsens von "sein" und "haben" und dem Partizip II
- besondere Regeln für das Partizip II sind zu beachten

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