Präteritum
Die_beste_Lena vom 31.05.2009 um 15:03
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31.05.2009
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1. Präteritum
Das Präteritum ist eine Vergangenheitsform der deutschen Sprache.Wie bildet sich das Präteritum?
Bei der Bildung des Präteritums unterscheiden wir zwischen "starken" und "schwachen" Verben.
Beginnen wir mit den schwachen Verben, also Verben, deren Stamm regelmäßig gebildet wird.
Zunächst einmal bilden wir diesen Stamm. Wir nehmen den Infinitiv, die Grundform, und lassen das -en entfallen. Der Stamm des Verbes "lachen" ist damit zum Beispiel "lach".
Im Präteritum wird bei schwachen Verben hinter den Stamm ein -te gesetzt. Darauf folgt dann die regelmäßge Endung der verschiedenen Personen.
Verbstamm + te + regelmäßige Endung
Lachen konjugiert sich zum Beispiel so:
ich lachte
du lachtest
er/sie/es lachte
wir lachten
ihr lachtet
sie lachten
Wir sehen, dass für schwache Verben die erste Person singular (ich) und die dritte Person singular (er/sie/es) im Präteritum gleich sind. Sie haben außer dem Verbstamm und dem -te keine weitere Endung.
Für die anderen Personen gelten folgende Endungen:
2. Person singular (du): -st
1. Person plural (wir): -n
2. Person plural (ihr): -t
3. Person plural (sie): -n
Für das Präteritum bei schwachen Verben gibt es wieder einmal eine Besonderheit.
Haben wir Verben, deren Stamm entweder auf "d" oder "t" oder aber auf "n" oder "m" mit einem Konsonanten (Mitlaut) davor endet, setzen wir ein zusätzliches "e" vor die regelmäßigen Endungen und das -te.
Im Video seht ihr das Beispiel "arbeiten". Der Verbstamm lautet "arbeit"; endet also auf t. Arbeiten konjugiert sich im Präteritum so:
ich arbeitete
du arbeitetest
er arbeitete
wir arbeiteten
ihr arbeitetet
sie arbeiteten
Wir sehen also den Verbstamm + e + te + regelmäßige Endung.
Bilden wir nun das Präteritum für "starke" Verben, also Verben, deren Stammvokal sich ändert. Deshalb bilden sich diese Verben unregelmäßig.
Hierfür nehmen wir wieder den Stamm des Verbes. Dieser ist jedoch verändert, aus "sprechen" wird zum Beispiel "sprach". Wir hängen bei starken Verben kein -te an, sondern nur die regelmäßige Endung. Sprechen konjugiert sich also:
ich sprach
du sprachst
er sprach
wir sprachen
ihr spracht
sie sprachen
Wieder bestehen die 1. und 3. Person singular nur auf dem Verbstamm und sind damit gleich. Die regelmäßigen Endungen des Präteritums bei "starken" Verben in den anderen Personen sind:
2. Person singular (du): -st
1. Person plural (wir): -en
2. Person plural (ihr): -t
3. Person plural (sie): -en
Die starken Verben, die im Präteritum einen veränderten Verbstamm haben, müsst ihr auswendig lernen.
2. Unregelmäßige Verben und Verwendung
Wie auch im Präsens werden die Verben "sein" und "haben" unregelmäßig gebildet.Für sein gilt:
ich war
du warst
er war
wir waren
ihr wart
sie waren
Für haben gilt:
ich hatte
du hattest
er hatte
wir hatten
ihr hattet
sie hatten
Nehmen wir für "sein" jedoch "war" und für "haben" "hatte" als Verbstamm, können wir wieder die regelmäßigen Endungen starker Verben erkennen. Da "hatte" aber schon auf -e endet, finden wir in der 1. und 3. Person plural aber nur das einzelne -n als Endung.
Wann verwenden wir das Präteritum?
Das Präteritum wird vor allem in der geschrieben Sprache benutzt. Im alltäglichen Sprachgebrauch benutzt ihr eher das Perfekt. Ihr sagt also häufig "Ich bin ins Kino gegangen." an Stelle von "Ich ging ins Kino."
Außerdem wird das Präteritum manchmal als Höflichkeitsform benutzt: "Wir war ihr Name noch einmal?"
Vor allem wird das Präteritum aber bei abgeschlossenen Handlungen benutzt.
Fassen wir nun noch einmal zusammen: Wir unterscheiden zwischen starken und schwachen Verben, wenn wir das Präteritum bilden. Außerdem beachten wir die unregelmäßigen Verben "haben" und "sein" und die oben erklärte Besonderheit bei der Bildung des Präteritums für schwache Verben.


