Oaxac/Mexiko. Nach dem gewaltsamen Tod eines Kollegen streiken in Mexiko die Lehrer. Für rund 1,3 Millionen Kinder soll es bis Freitag keinen Unterricht geben. Antonio Norberto Camacho war vergangene Woche bei einer Streitigkeit zwischen Lehrergewerkschaften erschossen worden. Seither herrscht Ausnahmezustand in Oaxac. Aktivisten und Lehrer haben zahlreiche Behörden besetzt. Mit Bussen und Autos wurde in den Straßen der Verkehr lahmgelegt. Nach Ansicht der Demonstranten ist das der einzige Weg Druck auf die Regierung auszuüben.
Vor drei Jahren hatte ein ähnlicher Aufstand von Lehrern fünf Monate lang für Unruhen gesorgt. Oaxaca war dieser Zeit sogar weitgehend unter Kontrolle der Demonstranten.
