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marion

Erörterung

von marion, am 09.10.2009, um 10:59, 1134 Views

Hallo! ich brauche unbedingt eure Hilfe!! meine Freundin hat mir gerade gesagt, dass wir nach den Ferien eine Erörterung schreiben. Und ich habe keine Ahnun wie ich das machen soll. Ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen! danke schon mal!

Marion

 
2 Antworten
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Nele
von Nele, am 09.10.2009, um 23:19

hallo marion,

grundsätzlich sind erörtungen immer wie folgt aufgebaut: einleitung, hauptteil, schluss. wie genau diese teile aussehen, folgt nun.

Einleitung: Hier geht es erstmal um das Problem, also um die Frage, die erörtert werden soll. Das kann z.B. eine These sein, wie z.B. auch Frauen sollten zum Wehrdienst eingezogen werden. Diese These solltest du in der Einleitung aber ein wenig weiter aufrollen, beispielsweise mit einer persönlichen Einschätzung (das hängt aber viel vom Lehrer ab, manche mögen diese persönl. Verknüpfung nicht so) oder mit einer Umfrage oder weshalb das Thema gerade aktuell ist. Du solltest dich in deinem Einleitungsteil auch bereits entscheiden, ob du FÜR (pro) oder GEGEN (contra) die These bist. (dazu aber am Schluss noch einmal)

Hauptteil: Jetzt beginnt die eigentliche Erörterung. Bevor du anfängst zu schreiben, solltest du dir Pro & Contra - Argumente für die These überlegen. Für das Beispiel mit dem Wehrdienst wäre das als Pro-Argument (also ein Argument FÜR die These, dass Frauen zum Wehrdienst sollten) z.B., dass im Grundgesetz festgehalten ist, dass Frauen & Männer gleich sind, und wenn Männer zum Wehrdienst müssen, müssen dementsprechend auch Frauen eingezogen werden. Ein Contra-Argument wäre evtl, dass Frauen körperlich nicht zum Kämpfen "geeignet" sind (das soll jetzt nicht feministisch oder sonst iwas sein! also bitte nicht falsch verstehn!). Wie du schon siehst sind diese beiden Argumente unterschiedlich "seriös". Das contra-Argument ist sehr schnell außer Kraft zu setzen (Gegenargument), während das Pro-Argument relativ stichfest ist, einfach dadurch, dass es ein Grundgesetz ist. Und diese "Stichfestigkeit" musst du für jedes Argument überprüfen, ob das Argument gewichtig ist oder eher ein schwaches Argument ist. Am Besten ordnest du die Argumente vorher für dich. Dann beginnt deine Schreibarbeit - dabei gibt es zwei Vorgehensweisen (such dir aus, was dir besser gefällt bzw besser liegt):

1. abwechselnd Pro-& Contra-Argumente. Du beginnst mit einem Contra-Argument (wenn du pro/ für die These bist) (bzw startest mit einem Pro-Argument, wenn du dagegen bist) und setzt dann ein Gegenargument dagegen. Dabei solltest du aufpassen, dass die Argumente auch zusammen passen. Weiterhin werden die Argumente immer "wichtiger"/ schwieriger zu widerlegen. Schließlich endest du mit einem starken Argument, das deine eigene Meinung widerspiegelt. (Weshalb? Das ist quasi der letzte Eindruck des Lesers und bleibt besonders gut im Gedächtnis)

ODER

2. Du startest mit den Argumenten, die gegen deine eigene Meinung argumentieren. Dabei beginnst du mit dem stärksten Argument und endest mit dem schwächsten. Dann kommt eine Art "Drehpunkt", d.h. jetzt kommen die Argumente, die deine These unterstützen. Diesen Drehpunkt kannst du z.B. mit einer rhetorischen Frage einleiten oder Floskeln wie "es muss jedoch beachtet werden, dass.." oder ähnliches (schön ist es natürlich, wenn du dabei das vorherige Contra-Argument mit dem neuen Pro-Argument verknüpfen könntest, wenn sie also inhaltlich passen würden). Bei den neuen Argumenten startest du jetzt aber mit dem schwächsten Argument und hörst mit dem stärksten auf (Grund ist auch hier wieder, dass dieses Argument dem Leser am längsten im Gedächtnis bleibt, weil es das letzte ist).

(diese Variante kannst du dir als eine Art Sanduhr vorstellen: erst die stark gewichteten Contra-Argumente, dann die schwächeren, dann der Drehpunkt, dann die schwächeren Pro-Argumente und zum Schluss das stärkste Pro-Argument).

Und jetzt der Schlussteil: Hier fasst du deine "Erkenntnisse" noch einmal zusammen und sagst, für welchen Standpunkt du dich entscheidest. Du musst übrigens nicht strikt für eine Seite sein, sondern kannst auch sagen: obwohl ich dem zustimmen würde bin ich dennoch der Meinung, dass... Du kannst also auch einen Kompromiss machen :)

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen. Wenn du möchtest, kannst du auch einmal eine Erörterung für dich selbst schreiben (z.B. zum Thema "Führerschein ab 17 - sinnvoll?" oder ein anderes Thema, das dich interessiert) und hier reinstellen, ich würd ihn mir dann mal durchlesen und dir eine Rückmeldung geben. Für Fragen kannst du natürlich auch gerne nochmal schreiben :)

Ansonsten viel Erfolg, lg, 

nele

 

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marion
von marion, am 16.10.2009, um 13:01

WOW danke nele! ich denke das wird mir helfen!

 

 

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