Anfrage in Politik
Hauptziel: Sicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.
Sicherheit vor was? Inflation oder auch Deflation.
Inflation oder auch Deflation kann wirtschaftlich schlimme Folgen haben.
Bsp.: Du buchst für nächstes Jahr eine Reise auf Mallorca. Preis mit Flug und Übernachtung 1200 Euro.
Geld hast Du im Augenblick nicht. Also sparen; Geburtstagsgeld, Nebenjob in der Kneipe etc. alles wird auf die hohe Kante gelegt.
So, nun hast Du 1200 Euro zusammen, läufst zum Reisebüro und willst die Reise buchen.
Was sagt aber unsere nette Dame am Schalter:" Oh Mja, es tut mir Leid. Der Preis hat sich leider erhoeht. Du muesstest nun 1500 Euro bezahlen." Als Begründung wird dir der gestiegene Ölpreis genannt. Da sagst Du nur trotzig:"Super, haette ich das vorher gewusst, haette ich ja entsprechend planen koennen. Bei so unSICHERen Preisen, wie soll man da PLANEN können?! Nun kann ich meine Reise nicht antreten."
Du siehst, Planungssicherheit ist wichtig.
In dem genannten Beispiel spricht man von einer INFLATION; Preise sind gestiegen für das gleiche Produkt.Eine hohe Inflation kann somit den Konsum (also Deine Einkäufe) einschränken. Folge Geschaefte verkaufen auch weniger usw.
Wenn Preise zu sehr fallen, spricht man von einer Deflation.
Maja, da ich nun nicht weiss, wie weit und tiefgehend ihr den Wirtschaftskreislauf in der Schule behandelt.
Hoffe, Dir hiermit ein wenig weitergeholfen zu haben. Wenn nicht, frage einfach.
Gruss Toni
Ups...Muss mich korrigieren. Du fragtest:" Welches witschaftspolitische Ziel wird durch die Preisstabilität VERNACHLAÄSSIGT???"
Mögliche Ziele neben einer Preissabilitaet:
Hoher Beschäftigungsstand
Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum
Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
Hier kann es nun vorkommen, dass das eine Ziel mit dem anderen "aneckt"
Bspw. Hoher Beschaeftigungsgrad versus Preisstabilitaet. Denn hoher Beschaeftigungsgrad heisst weniger Arbeitslose, mehr Geld zum Ausgeben, folglich groessere Nachfrage, Preise steigen, evtl. Inflationsgefahr...folglich Preisstabilitaet in Gefahr.
Die Kunst liegt also in der ausgeglichenen Zielerfüllung, also allen gerecht zu werden.
Maja, habe ich Dir damit weiterhelfen koennen?
Folgendes habe ich verstanden:
Also du meinst, dass man wenn man viel Geld hat sich automatisch mehr leisten kann und somit mehr kauft und dies kann zu einer inflation führen (somit keine Preisstabilität)
Hoher Beschäftigungsstand kann eine Gefahr für die Preisstabilität werden und gibt es ein wirtschaftspolitisches Ziel, dass durch die Preisstabilität in "Gefahr" gerät???
Hallo Maja,
ZU:
Also du meinst, dass man wenn man viel Geld hat sich automatisch mehr leisten kann und somit mehr kauft und dies kann zu einer inflation führen (somit keine Preisstabilität)
richtig. Nimm Dich doch als Beispiel. Wuerdest Du statt 1.000 Euro ploetzlich 100.000 Euro haben, würdest Du doch auch mehr ausgeben; bspw. oefters ins Kino gehen oder gar ein Auto kaufen, oder?! An dieser Stelle sei aber nochmals darauf hingewiesen:" es KANN zu einer erhöhten Inflation führen"
Hoher Beschäftigungsstand kann eine Gefahr für die Preisstabilität werden ....
Ja, es KANN eine Gefahr für die Preisstabilität werden.
...und gibt es ein wirtschaftspolitisches Ziel, dass durch die Preisstabilität in "Gefahr" gerät???
Wirtschaftpolitisches Ziel: Hohe Beschäftigungsgrad. Wirtschaftlich gesehen ist eine hohe Beschaeftigungszahl immer förderlich, weil entsprechend mehr Geld für den Konsum da ist.
Politisch gesehen ist ein hoher Beschaefitgungsgrad auch vorteilhaft, denn hat das Volk arbeit, ist folgich das Volk glücklich und somit auch zufrieden mit der Regierung.
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Preisstabilitaet: Habe ich eine zu hohe Inflation,ist folglich der Preis nicht merh "stabil".
Hohe Inflation bremst den Konsum und somit hat wiederum Einfluss auf die Beschaeftigungszahlen. Diese sinken.
Andersum: versuchte man die Preise stabil zu halten, so kann dieses wiederum das Wachstum der Wirtschaft einschränken und somit auch die Beschaeftigungszahlen.
Bsp Dein Reiseticket:
2010: 1000 Euro
Angestellte im Reisebüro: 1 Mitarbeiterin
2011: 1000 Euro
Angestellte: immernoch 1 Mitarbeiterin
-> Beschäftigungszahlen ändern sich kaum
2012: 2000 Euro
Angestellte: wenn die Nachfrage noch gross ist, weil vielleicht viele Menschen nun gut Geld verdienen,  2 Mitarbeiterin. habe ja auch nun mehr Geld um mir eine zusaetzliche Arbeitskraft zu leisten.
2013: 2500 Euro. Gehalt bei der Bevoelkerung ist gleich geblieben. Reise ist zu teuer.
Alternative 1: Preise gehen runter, weil keine Nachfrage besteht. und meine 2. Mitarbeiterin muss nun auch gehen, weil nicht mehr soviel Geld da ist.
Alternative 2: Preise gehen runter, weil keine Nachfrage besteht. Kampfpreise werden gemacht. Damit die 2. Mitarbeiterin noch berzahlt werden kann, muessen nun bei geringern Preisen mehr Kunden eine Reise buchen. Folge: Reisebüro von Gegenüber kann nicht mithalten, er entlässt seine Mitarbeiterin.
Diese muss nun vom Arbeitsamt leben und überlegt sich jeden Einkauf 2 Mal. Sie konsumiert weniger.
Maja, wie Du siehst, dass es ein höchst komplexes Thema ist und ich habe Dir auch nur in überspitzer Weise und sehr vereinfacht versucht darzstellen wie gewisse wirtschaftliche Ereingnisse miteinander zusammenhängen.
In der Realitaet hat man eine grosse Anzahl an Werkzeugen, womit die Regierung arbeiten kann, um unterschiedliche Ziele in Einklang zu bringen.
Maja, passt es nun? Wenn nicht, frage einfach :-)
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Gruss Toni














































Preisstabilität
von Maja, am 26.05.2011, um 22:58, 352 ViewsWelches witschaftspolitische Ziel wird durch die Preisstabilität vernachlässigt???